Kreuzbandriss

Er ist der Albtraum für jeden Leistungssportler: der Kreuzbandriss. Die Kreuzbandruptur, wie der Riss auch genannt wird, ist gleichzeitig eine sehr häufige Knieverletzung sowie auch eine, die den Betroffenen für eine lange Zeit außer Gefecht setzen kann. Wie lange das ist und wie lange die physiotherapeutische Rehabilitation anschließend dauern muss, das hängt von der Art und dem Ort des Risses ab. Unser 11880.com-Physio-Ratgeber nennt Ursachen, Behandlung und Heilungsdauer des Kreuzbandrisses.

Kreuzbandriss
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Was ist ein Kreuzbandriss?

Die Wahrscheinlichkeit für einen Kreuzbandriss steigt, wenn das Knie zu sehr verdreht oder gestreckt wird. Das vordere oder hintere Kreuzband im Kniegelenk reißt entweder teilweise oder ganz. Dieser Riss muss behandelt werden, da sich ansonsten eine Arthose im Knie bilden und eine Knieprothese vonnöten sein kann. Der Kreuzbandriss tritt vor allem bei hohen physischen Belastungen auf, weswegen vor allem Leistungssportler sehr gefährdet sind.

Kreuzbandriss vorne oder hinten

Die Kreuzbänder zählen zu den wichtigsten Bestandteilen der Knie. Es gibt ein vorderes und ein hinteres Kreuzband. Das vordere Kreuzband (bei dem der Riss wesentlich häufiger vorkommt) befindet sich zwischen Schienbein und Oberschenkelknochen und verläuft von vorn nach unten. Das hintere Kreuzband verläuft umgekehrt. Die Aufgabe der Kreuzbänder ist die Verbindung von Oberschenkel und Schienbeinknochen sowie die Stabilität in dieser Konstruktion. Bei einem Kreuzbandriss destabilisiert sich das Knie sowie auch die Verbindung der angrenzenden Knochenenden.

Ursachen für Kreuzbandriss

Unter normaler Beanspruchung reißt ein Kreuzband in der Regel nicht. Die Ursachen für einen Kreuzbandriss liegen meist bei zu hoher Belastung, etwa Überdehnung des Knies, bzw. Verdrehen des Knies. Dies geschieht zum Beispiel bei Unfällen, Fallen aus großer Höhe oder bei diversen Sportarten. Ganz typisch ist der Kreuzbandriss zum Beispiel bei Fußballspielern, die dann in der Regel mindestens sechs Monate ausfallen. Neben starken physischen Einwirkungen von außen können aber auch plötzliche Richtungswechsel einen Kreuzbandriss begünstigen.

Kreuzbandriss: Symptome

Unmittelbar nach einer solchen Bewegung, bzw. auch nach einer physischen Einwirkung bemerkt der Betroffene den Kreuzbandriss in Form von Schmerzen, die von Patienten als sehr heftig bezeichnet werden. Ein knackendes Geräusch ist zu vernehmen und im Knie ist ein Gefühl von Zerreißen und Verschieben zu bemerken. Nach einigen Stunden schwillt das Knie an und es stellt sich ein Kniegelenkserguss ein.

Diagnose eines Kreuzbandrisses

Erfahrene Sportler oder Menschen, die schon einmal einen Kreuzbandriss hatten, erkennen die Ruptur bereits selbst an den beschriebenen Symptomen. Die Diagnose durch den Arzt erfolgt ansonsten durch Ansicht der Schwellung des Ergusses sowie das Feststellen der eingeschränkten Bewegungsfähigkeit im betroffenen Knie. Zudem hat der Arzt oder Physiotherapeut die Möglichkeit, durch den Schubladentest herauszufinden, ob sich Schienbein und Oberschenkelknochen zu weit gegeneinander verschieben lassen, um so den Kreuzbandriss festzustellen.

Wie wird ein Kreuzbandriss behandelt?

Ist die Diagnose sicher, muss das betroffene Bein hochgelagert und das Kniegelenk gekühlt werden. Anschließend kann der Kreuzbandriss operativ oder auch konservativ behandelt werden. Hier zählt die Physiotherapie zu den konservativen Behandlungsmethoden und wendet zur Stabilisierung des betroffenen Knies vor allem Kälte- und Schmerztherapie an. Der operative Weg sieht den Einsatz einer Kreuzbandplastik vor, die mit einer körpereigenen Sehne hergestellt wird und das Kreuzband wiederherstellt.

Konservative Behandlung durch den Physiotherapeuten

Bei der konservativen Behandlung in einer Physiotherapie wird versucht, das Knie ohne operativen Eingriff auf natürlich Weise heilen zu lassen. Die Methode ist sehr anspruchsvoll, da das Kreuzband einen ganz wesentlichen Teil zur Kniestabilität beiträgt. Daher ist diese Methode nur durch gut ausgebildete, erfahrene Physiotherapeuten durchzuführen. Erst nachdem die entzündlichen Prozesse abgeschlossen und die Schwellungen abgeklungen sind, kann die Muskulatur durch eine Knie-Therapie gestärkt werden. In den meisten Fällen jedoch – und vor allem, wenn noch weitere Bänder in Mitleidenschaft gezogen wurden – wird der Kreuzbandriss operativ behandelt.

Rehabilitationsmaßnahmen

Doch auch bei einer operativen Behandlung ist der Kreuzbandriss nicht sofort überstanden. Es sind immer auch Rehabilitationsmaßnahmen vonnöten, die die Mobilität wiederherstellen und die Schmerzreduzierung gewährleisten sollen. Dazu werden Koordinations- und Kraftübungen durchgeführt, um die Koordination der an den Bewegungen beteiligten Körperregionen wieder voll aufeinander abzustimmen und die Kreuzbänder langsam an normale Bewegungsabläufe zurückzuführen.

Wie lange schonen nach Kreuzbandriss?

Auch auf die Regenerationsphase hat dieser Aspekt Einfluss. Wie lange Sie sich nach einem Kreuzbandriss schonen müssen, hängt aber auch davon ab, wie die Operation verlaufen ist, bzw. wie die Physiotherapie verläuft und zu welchem Grad das Knie wieder belastet wird. Während „normale“ Arbeitnehmer sich bei einem Kreuzbandriss mehrere Wochen krankschreiben lassen müssen, müssen gerade Hochleistungssportler nach einem Kreuzbandriss sechs bis neun Monate pausieren, damit die Kreuzbänder den hohen Belastungen wieder standhalten können.



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